Frühjahrsputz im Erbrecht – Weg mit den Irrtümern bei der Vorsorge

Mai 2nd, 2016   •   Kommentare deaktiviert für Frühjahrsputz im Erbrecht – Weg mit den Irrtümern bei der Vorsorge   

Einer der wichtigsten, aber am häufigsten unterschätzen Bereiche der Familienabsicherung: Vollmachten & Verfügungen.

Gerade in diesem Bereich herrschen so viele Irrtümer, die im Fall der Fälle zu einer Tragödie führen können.

Pänz Vorsorge möchte Sie über die wichtigsten Irrtümer aufklären….

Die Top 7 Irrtümer:

„Das ist etwas für ältere Leute“

Falsch. Ab 18 Jahren (!) sollte man sich mit Experten zu diesem Themen zusammensetzen. Denn selbst Eltern volljähriger Kinder können für diese nicht entscheiden. Ein Unfall oder eine schlimme Krankheit kann Jeden treffen!

„Ich bin doch verheiratet“

Falsch. Ehepartner sind keine gesetzlichen Vertreter und dürfen weder in medizinischen noch in finanziellen Angelegenheiten Entscheidungen für den Ehepartner treffen. Der Gesetzgeber verlangt sowohl bei medizinischen Entscheidungen als auch in allen anderen Vertretungsfällen eine umfassende und rechtsgültige Vollmacht. Sonst entscheiden unter Umständen Fremde (gerichtliche Betreuer) über Ihre persönlichsten Angelegenheiten.

 „Ich bin dem Betreuer keine Rechenschaft schuldig“

Falsch. Genau das Gegenteil ist der Fall. So geraten Sie in die „Betreuungsfalle“. Vermögen und Konten werden getrennt. Selbst als Ehepartner müssen Sie dem Gericht gegenüber Rechenschaft ablegen, Anträge für Ausgaben stellen und viele Entscheidungen zu Gesundheit und wichtigen Angelegenheiten mit dem Gericht abstimmen. Sie können nicht selbstbestimmt handeln.

„Im Krankheits- oder Pflegefall kann mein Partner oder Angehörige für mich entscheiden“

Falsch. Hier ist zwingend eine Patientenverfügung zu erstellen. Ein Arzt wird nach seinen medizinischen Kenntnissen über z.B. lebensverlängernde Maßnahmen entscheiden. Ggf. entscheidet ein Fremder (gerichtl. bestellter Betreuer).

„Meine Bank wird mich schon an das Konto meines Ehepartners ranlassen“

Falsch. Banken verlangen zum Teil eigene Vollmachten. Hier ist dringendst das Gespräch mit der Bank zu suchen.

„Die Paten oder Familienangehörige übernehmen doch die Betreuung meiner Kinder“

Teilweise Falsch. In Deutschland leben ca. 1.000 Vollwaisen. Ein Pate kann nur die Betreuung übernehmen, wenn es testamentarisch festgelegt ist. Ein Familienangehöriger wird – wenn das Gericht zustimmt – zum Betreuer. Doch was wenn nicht?

„Wenn ich sterbe, bekommt mein Ehepartner das Haus alleine“

Teilweise falsch. Das Erbrecht sieht vor, dass eine Erbfolge eingehalten wird. Sollten Sie Kinder haben, dann erhalten diese die Hälfte des Hauses. Bei möglicherweise angenommenen Interessenkonflikten  kann ein gerichtlicher Betreuer für die Belange der Kinder bestellt werden. Gibt es keine Kinder, dann kann es sogar sein, dass die Schwiegereltern einen Teil des Hauses erben.

Wie Sie für einen ordentlichen Frühjahrsputz sorgen und nicht in die Irrtum-Falle tappen: Die Erstellung eines Notfall-Plans!

Wir unterstützen Sie und Ihre Angehörigen bei der Entwicklung eines individuellen Notfall-Plans! Schreiben Sie uns einfach an!

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