Wünsche und Träume der Kinder erfüllen durch frühes Sparen

Kindersparen – aus wenig wird viel

Junge Menschen sind anspruchsvoll: der Sprachurlaub in Frankreich, das Auslandssemester in den USA, zusätzlicher Masterabschluss in England oder später noch die Meisterausbildung. Nicht zu vergessen, dass das Kind während des Studiums noch finanziell unterstützt werden will, damit es sich voll auf das Studium konzentrieren kann. All dies kostet mehrere zehntausend Euro.

Oftmals möchten auch Großeltern und Paten gerne ihren Teil dazu beitragen, dass sich das Kind langgehegte Wünsche und Träume erfüllen kann und den Start in ein eigenes Leben mit Führerschein, erster eigener Wohnung etc. durch regelmäßige Sparbeiträge unterstützen.

 

Der Markt bietet zahlreiche Möglichkeiten

Von Sparbüchern über Tagesgeldkonten bis hin zu Fondsparplänen bietet der Markt für jeden Kunden ein passendes Angebot.

Die entscheidenden Faktoren sind hier die des magischen Dreiecks: Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit. Ein Produkt kann extrem rentabel sein, ist dafür aber nicht so sicher wie andere Anlagen. Ein anderes Produkt ist dafür sehr sicher und sofort verfügbar, bietet aber eine geringe Rendite. Sparbücher bieten derzeit ca. 0,1% an. Sehr sicher und sofort verfügbar, aber eine äußerst geringe Rendite, die noch nicht einmal die Inflation ausgleicht.

Der Zinseszinseffekt…

Durch den Zinseszinseffekt kann bei einem frühen Start bereits mit geringen Beiträgen z.B. der Grundstock für eine solide Altersvorsorge gelegt werden. Der Effekt des Zineszinseffektes und des frühen Sparens macht sich sehr schnell bemerkbar, wenn man sich folgendes Szenario anschaut.

Beginnt ein Sparer beispielsweise erst mit 25 Jahren um sein Ziel (bspw. 200.000 Euro mit 67 Jahren zu besitzen), muss er monatlich 104 Euro monatlich sparen (insgesamt 50.000 Euro Einzahlung). Wird bereits ab Kindesalter (bspw. mit 2 Jahren) gespart, muss der der Sparer für die selbe Sparziel nur 23 Euro im Monat und insgesamt 17.500 Euro einzahlen.

Zinseszinseffekt

Selbstanalyse für die richtige Anlage

  1. Welches Risiken bin ich bereit zu gehen. In welcher Risikoklasse sehe ich mich: a. Sicherheitsorientiert       b. Konservativ       c. Gewinnorientiert    d. Risikobereit
  2. Wie lange ist mein Anlagehorizont? Wann muss das Kind das Geld zu Verfügung haben? 5 Jahre, 10 Jahre oder gar viel länger?
  3. Welche Flexibilität muss die Anlage mitbringen? Sollen beispielsweise Entnahmen gemacht werden dürfen?

 

Die einzelnen Anlageformen im Überblick

Tagesgeldkonto

Sicherheit: sehr hoch

Rendite: sehr gering

Verfügbarkeit: sofort

Bei einem Tagesgeldkonto gelten keine Vertragslaufzeiten. Sparer können jederzeit an Ihr Geld rankommen. Dieses Konto dient sehr gut als Puffer für Notfälle. Oft bieten Banken Ihren Kunden zu Beginn einen attraktiven Zins an, der nach ca. 6 Monaten deutlich gesenkt wird.

 

Festgeldkonto

Sicherheit: sehr hoch

Rendite: gering

Verfügbarkeit: zu einem bestimmen Zeitpunkt

Bei einem Festgeldkonto wird das Geld über einen bestimmen Zeitraum angelegt. Der Zinssatz ist über die gesamte Laufzeit fix. Der Zinssatz ist häufig etwas höher als beim Tagesgeldkonto

 

Fondssparplan

Rendite: Hoch

Verfügbarkeit: Mittel

Sicherheit: Je nach Fonds

Investmentfonds eignen sich für etwas risikobereitere Anleger. Denn hier kann der Anleger – einen Verkauf vorausgesetzt – einen hohen Verlust erleiden. Auf der anderen Seite steht eine größere Aussicht auf Rendite auf der Habenseite. Fonds, die mehr als 10% Rendite pro Jahr erzielen, sind keine Seltenheit.

Der Sparer investiert ab monatlich 50 Euro in einen Fonds. Diese Fonds bestehen u.a. aus Aktien und Anleihen. Durch die Investition in verschiedene Branchen, Unternehmen und Märkte wird eine möglichst hohe Risikoverteilung versucht zu erreichen.

Für jeden Fonds entstehen je nach Fondsgesellschaft Ausgabeaufschläge, Verwaltungsgebühren und Gebühren für das Depot. Gewinne werden Pauschal mit der Abgeltungssteuer (pauschal 25% plus Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer) abgegolten. Freibeträge werden dabei abgezogen.

Die Anlage ist sehr flexibel, da jederzeit Entnahmen und Einzahlungen möglich sind.

 

Rentenversicherung

Rendite: Hoch

Verfügbarkeit: Gering

Sicherheit: Hoch

Im Gegensatz zu einem Fondssparplan, lässt sich beim Fondssparen in einem Versicherungsmantel – also in einer Rentenversicherung – ein Totalverlust durch Einbau einer Beitragsgarantie vermeiden. Hierbei garantiert der Versicherer zumindest die eingezahlten Beiträge.

Bei klassischen Produkten wird derzeitig eine garantierte Verzinsung i.H.v. 1,25% garantiert (Achtung: vor Abzug der Kosten!)

Bei speziellen Angeboten für Kinder sind derzeit am Markt einige interessante Varianten zu finden:

Pänz-Vorsorge-Hinweis: Achten Sie unbedingt auf einen harten Rentenfaktor und ein für Sie passendes Wertsicherungskonzept.

 

Bausparvertrag für Kinder

Rendite: Niedrig

Sicherheit: Hoch

Verfügbarkeit: Niedrig

Ein Klassiker der Geldanlage auch schon für Kinder? Aus Renditegesichtspunkten muss man es sich überlegen, ob man für sein Kind einen Bausparvertrag abschließt. Liegen diese doch bei ca. 1% und niedriger. Interessant ist aber ggfs. die Sicherung eines zinsgünstigen Kredits für einen später geplanten Immobilien-Erwerb des Kindes. Ab dem 16. Lebensjahr kann das Kind Zulagen für seinen Bausparvertrag beantragen. Vorsicht ist beim Übertrag geboten, damit die Zulagen der Eltern nicht verloren gehen. Dies ist der Fall, wenn der Bausparvertrag später nicht für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt wird (für ab 1.1.2009 geschlossene Verträge)

 

Ausbildungsversicherung

Rendite: Mittel

Sicherheit: Hoch

Verfügbarkeit: Niedrig

Eine Ausbildungsversicherung ist eine Kapitalversicherung. Sie dient der Finanzierung der Ausbildung des Kindes. Die Versicherungssumme wird von den Eltern oder Verwandten aufgebracht und an das Kind bei Erreichen eines bestimmten Ereignisses ausgezahlt. Die Versicherung läuft weiter, wenn der Versicherungsnehmer sterben sollte. Seitdem die Auszahlungen aus Verträgen nach 2005 voll versteuert werden müssen, ist diese Form des Sparens leider unattraktiv geworden. Aufgrund der steuerlichen Besserstellung sind Altersvorsorge-Produkte (z.B. Rentenversicherungen) mit guten Entnahmemöglichkeiten eine interessante Alternative, um dem Kind sowohl zu bestimmten Ereignissen einen höheren Geldbetrag durch Entnahmen zukommen zu lassen als auch um die Basis für eine solide Altersvorsorge aufzubauen.

Lesen Sie auch unseren Blogbeitrag, was man aus steuerlicher und rechtlicher Hinsicht bei einem Juniorspardepot beachten muss?

Sie möchten Ihren Kindern auch für ein bestimmtes Ziel einen Anlageplan erstellen, dann unterstützt Sie das Pänz-Vorsorge-Team zum Thema Kindersparen gerne!

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