Was Studenten bei der Wahl der Krankenversicherung jetzt beachten sollten

September 21st, 2016   •   Kommentare deaktiviert für Was Studenten bei der Wahl der Krankenversicherung jetzt beachten sollten   

Zum Oktober hin beginnen viele junge Menschen ihr Studium. Dabei muss eine wichtige Entscheidung getroffen werden.

Studenten haben zu Beginn des Studiums die Wahl, ob sie die gesetzliche oder private Krankenversicherung wählen. Hier sollte eine fundierte Entscheidung getroffen werden: Die Wahl ist für das gesamte Studium bindend.

Familienversicherung für Studenten

Wer über seine Eltern familienversichert ist, kann dies bis zum 25. Lebensjahr bleiben. Der Student darf allerdings in diesem Fall maximal 450 Euro monatlich nebenbei verdienen. In den Semesterferien gilt diese Begrenzung allerdings nicht.

Studentische Krankenversicherung

Sollte ein höherer Nebenverdienst angestrebt oder die Altersgrenze überschritten sein, dann muss in die studentische Krankenversicherung eingezahlt werden. Dieser Betrag beträgt ca. 80 Euro (Stand 2016). Je nach Zusatzbeitrag der Krankenversicherung muss ein höherer oder niedrigerer Beitrag gezahlt werden. Ab dem 26. Lebensjahr kommt man automatisch in die studentische Krankenversicherung.

Freiwillige Gesetzliche Krankenversicherung für Studenten

Ab dem 30. Lebensjahr oder nach dem Ablauf des 14. Fachsemesters muss der Student sich freiwillig gesetzlich versichern. Als freiwillig gesetzlich versicherter Student muss man den Mindestbeitrag bezahlen in Höhe von ca. 130 Euro plus Zusatzbeitrag zahlen. (Stand 2016)

Private Krankenversicherung für Studenten

Studenten können sich entscheiden, ob diese sich zu Beginn des Studiums von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen und sich privat versichern. Diese Wahlmöglichkeit besteht bis zu 3 Monate nach Einschreibung. Unternimmt der Student nichts, bleibt er entweder in der Familienversicherung (wenn vorher in der GKV) oder er bleibt privat versichert (wenn vorher PKV-versichert). Ein Wechsel von der PKV in die GKV ist nur durch einen sozialversicherungspflichtigen Job möglich.

Vor- und Nachteile der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung für Studenten

Für die meisten Studenten ist es wohl sinnvoll, in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos bis zum 25. Lebensjahr familienversichert zu sein. Diese Mitgliedschaft ist bis zum 25. Lebensjahr kostenfrei. Jeder muss für sich entscheiden, ob ihm die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ausreichen. Durch eine private Versicherung werden beispielsweise Medikamente und Hilfsmittel übernommen. Zahnersatz und andere Leistungen werden häufig ebenfalls von der Versicherung bezahlt. In der gesetzlichen Krankenversicherung müssen diese teilweise selbst übernommen werden. Zudem werden Beitragsrückerstattungen an den Studenten bezahlt, wenn er nicht zum Arzt gegangen ist.

Alternativ stehen private Zusatzversicherungen zur Verfügung, wenn man nicht in die private Krankenversicherung wechseln möchte.

Als Student privat versichert zu sein, kann sich für verschiedene Zielgruppen als sinnvoll erweisen. Dazu zählen Studenten, die beispielsweise eine Beamtenlaufbahn oder eine Arzttätigkeit anstreben.

Kinder von Beamten profitieren von den Beihilfe-Tarifen der Eltern, wodurch die Beiträge relativ gering sind. Beendet das Kind jedoch das 25. Lebensjahr, stehen spezielle Studentenangebote nicht mehr zur Verfügung, wodurch sich der Beitrag erhöht.

Entscheidet sich die studierende Person aus der privaten Krankenversicherung zu Beginn des Studiums in die gesetzliche zu wechseln (nur durch eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit möglich), kann sie sich durch eine Anwartschaft das Recht sichern ohne erneute Gesundheitsfragen zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die private Krankenversicherung zu wechseln. Diese Option ist kostenpflichtig.

Weitere wichtige Themen für Studenten:

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