Notfallplan für Unternehmer – Tipps für die Vorbereitung auf Krankheiten oder Unfall

September 21st, 2017   •   Kommentare deaktiviert für Notfallplan für Unternehmer – Tipps für die Vorbereitung auf Krankheiten oder Unfall   

Wenn ein Angestellter – zumindest kurzfristig – krank wird, ist dies finanziell erstmal kein Problem. Der Arbeitgeber zahlt für 6 Wochen das Gehalt weiter. Nach diesen 6 Wochen zahlt die Krankenkasse für weitere 72 Wochen ein verringertes Krankengeld.

Für einen Selbständigen kann eine Krankheit oder Unfall schnell existenzbedrohend werden (wie natürlich für einen Angestellten auch). Doch wie können sich Selbständige auf eine Phase vorbereiten, in der man nicht arbeiten kann und dadurch keine Einnahmen erzielt?

Fix- und variable Kosten aufführen

Jeder Selbständige sollte sich bewusst machen und schriftlich niederlegen, welche fixen und variablen Kosten er hat. Fixkosten könnten zumNotfallplan für Unternehmer Beispiel die Miete für das Büro oder Aufwendungen für das Personal sein. Durch diese Auflistung bekommt der Unternehmer ein gutes Gefühl, welche Kosten im schlimmsten Fall noch weiterlaufen. Variable Kosten könnten für eine Weile pausiert oder komplett gestrichen werden.

 

 

 

Ausreichend Rücklagen bilden

Wichtig ist auch der Aufbau einer nachhaltigen Rücklage, mit welcher der Selbständige im Krankheitsfall Einkommensverluste ausgleichen kann. Die Höhe sollte nicht nur Einkommensverluste durch eine Krankheit ausgleichen, sondern auch unerwartete Kosten, z.B. Ersatzbeschaffungen für Maschinen oder für Phasen, in denen mal keine Aufträge reinkommen. Wir empfehlen hier mindestens ein Jahreseinkommen.

Versicherungen abschließen

Da ein Selbständiger keinen Schutz durch die gesetzliche Rentenversicherung oder andere Institutionen genießt, empfehlen wir dringend den Schutz durch Versicherungen. Welche das sein können, sollte individuell abgeklärt werden. Klassischerweise bietet sich hier eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder ein privates Krankentagegeld an. In Betracht gezogen werden sollten aber auch eine Dread Disease- oder eine Grundfähigkeitsversicherung.

Notfallplan erstellen

In gesunden Zeiten sollte sich der Unternehmer Gedanken machen, welche Abläufe in Gang gesetzt werden sollen, wenn dieser krank wird.

  • Wer soll für den Chef einspringen?
  • Welche Partner und Kunden sollen informiert werden?
  • Welche Aufgaben müssen definitiv abgearbeitet werden?
  • Wo befinden sich die laufenden Vorgänge?
  • Wer kann die Aufgaben übernehmen?
  • Wer hat Zugang zu wichtigen Passwörtern?
  • Bei welcher Bank ist der Unternehmer?
  • Müssen geschäftliche Vollmachten erteilt werden?
  • Gibt es einen Vertretungsplan?

Schlussendlich endet dieser Prozess in einem strukturierten Notfallplan und Notfallordner. Sprechen Sie uns gerne zu einem persönlichen Notfallordner an.

Erstellung einer Vollmacht

Wer sich intensiv um den vorherigen Punkt kümmert, der muss sich unbedingt auch um die Erstellung

In Notfällen die wichtigsten Unterlagen immer griffbereit. Foto: www.simon-eberhard.com

In Notfällen die wichtigsten Unterlagen immer griffbereit. Foto: www.simon-eberhard.com

einer Vollmacht kümmern. Wir haben schon auf die Wichtigkeit von Vollmachten für Familien hingewiesen. Dennoch gilt dies auch für Unternehmer. Jeder Unternehmer sollte sich mit Experten zusammensetzen und seine unternehmerische und familiäre Situation durchleuchten und einen strukturierten Plan mit Vollmachten und Verfügungen erstellen, denn nicht immer geht eine Krankheit oder ein Unfall völlig unproblematisch aus… Darauf sollte jeder vorbereitet sein.

 

 

 

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