Häufig vernachlässigt: die Ausgabenseite im Ruhestand

April 4th, 2016   •   Kommentare deaktiviert für Häufig vernachlässigt: die Ausgabenseite im Ruhestand   
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Die Ausgaben im Ruhestand sollten ebenso geplant werden wie die Einnahmen

Bestimmt haben Sie sich schon einmal mit Ihrer finanziellen Situation im Alter beschäftigt? Sie haben geplant, wie viel Sie durch die gesetzliche Rentenversicherung erhalten, haben schon eine Immobilie im Blick und vielleicht auch eine private Vorsorge abgeschlossen.

Was häufig in den Planungen jedoch zu kurz kommt, ist eine veränderte Ausgaben-Situation im Rentenalter. Bei einer Ruhestandsplanung sollten deshalb diverse Punkte auf der Ausgabenseite beachtet werden.

 

 

Einige Ausgaben werden weniger, andere werden mehr. Dazu zählen vor allem:

  1. Miete / Immobilie

Ein Punkt, der sehr gut geplant sein sollte. Besitzen Sie eine Immobilie, müssen Sie keine Miete mehr zahlen. Dennoch sollte eine Rücklage für eventuelle Reparaturen eingeplant sein. Ein Haus, welches 30 Jahre alt ist, benötigt Instandhaltungsmaßnahmen. Hier sollte frühzeitig eine Reserve in Höhe von mehreren tausend Euro aufgebaut werden.

Werden Sie im Alter noch zur Miete wohnen, sollten Sie hier auch Mietsteigerungen einplanen. Besonders in beliebten Vierteln von Großstädten kann es zu starken Anstiegen kommen.

  1. Gesundheitskosten

Wenn man in jungen Jahren noch gesund ist, denkt man nicht unbedingt an den gesundheitlichen Zustand im Alter. Geschweige an die Kosten, die dadurch entstehen. Die Kosten durch die medizinische Versorgung, z.B. durch mehrere Erkrankungen oder intensivere Inanspruchnahme medizinischer und pharmazeutischer Angebote dürften aufgrund des zunehmenden demographischen Wandels weiter ansteigen. Der Kostendruck auf die gesetzliche und private Krankenversicherung ist zwangsläufig enorm. Quelle: Signal Iduna – Beitragserhöhungen gefolgt von Leistungskürzungen

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Quelle: Signal Iduna

In beiden Systemen sind Beitragssteigerungen (und Leistungskürzungen, Beispiel GKV siehe Grafik) zu erwarten.

Ärztliche Behandlungen, wie beispielsweise bei Zahnersatz oder Medikamenten, dürften in der gesetzlichen Krankenversicherung zunehmend von den Versicherten getragen werden.

Im Alter steigen vor allem die Kosten für Zahnbehandlungen stark an. Hier könnte ein frühzeitiger Abschluss einer Zahnzusatzversicherung Abhilfe leisten, die bis zu 90% der Kosten trägt.

Ein weiterer häufig vernachlässigter Punkt: Prognosen sagen, dass es 2060 bis zu 4 Millionen Pflegebedürftige gibt. Jetzt schon ist die finanzielle Lücke, die bei einer Pflegebedürftigkeit  entstehen kann, enorm. Genau wie die Gesetzliche Krankenversicherung, steht die gesetzliche Pflegeversicherung unter einer hohen Belastung. Auch hier schlägt der demographische Wandel voll durch. Nicht günstig, aber sehr sinnvoll, kann hier eine private Pflegeversicherung  sein. Wichtig: Die eigenen Kinder werden ansonsten im schlimmsten Fall finanziell belastet, wenn die Eltern die Pflegekosten selbst nicht aufbringen können. Denn Kinder haften für Ihre Eltern!

Vor allem für Immobilienbesitzer kann eine private Pflegeversicherung die Sicherung der Immobilie im Alter sein, wenn hohe finanzielle Belastungen durch die Pflege eines pflegebedürftigen Ehepartners entstehen.

Vergessen sollte man zudem nicht möglicherweise hohe Kosten bei Krankenhausaufenthalten, wenn beispielsweise Zusatzangebote wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung gewünscht sind.

  1. Private Ausgaben

Werden Ihre privaten Ausgaben eher sinken, gleich bleiben oder steigen? Nur Wenige werden wohl sagen, dass plötzlich die privaten Ausgaben stark sinken werden, nur weil man nicht mehr berufstätig ist. Man möchte nicht auf den Luxus eines Autos verzichten. Und die Enkel möchten immer noch mit den Großeltern in den Urlaub fahren. Vermutlich werden die Konsumausgaben, wenn man es sich leisten kann, auf einem ähnlichen Niveau bleiben.

  1. Steuern

Zunächst einmal kann gesagt werden, dass jeder, der im Alter Steuern zahlt, Glück hat. Denn viele Rentner werden im Alter unter Altersarmut leiden und keine Steuern zahlen müssen.

Geht es an die Planung der Investitionen für die Altersvorsorge, dann sollte die Besteuerung nicht vergessen werden. Ein sehr komplexes Thema, welches auch immer wieder Änderungen des Gesetzgebers unterliegt. Versicherungen, Mieteinnahmen, gesetzliche Rente… Alles wird unterschiedlich in der Art und Höhe besteuert. Ein böses Erwachen sollte es nicht geben, wenn man dieses in der Ruhestands-Planung berücksichtigt.

Fazit

  • Beachten Sie auch bei Ihrer Ruhestands-Planung die Ausgabenseite
  • Bauen Sie sich frühzeitig ein finanzielles Polster auf
  • Versichern Sie sich gegen hohe Aufwendungen im Alter (z.B. für Zahnersatz), für die Sie eventuell einen Kredit aufnehmen müssten.

Sie haben Fragen? Wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an das Pänz Vorsorge-Team:

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